Stromanbieter-Wechsel: Das ist zu beachteten

Dieser Artikel wurde am 17.12.2012 verfasst.

Stromanbieter-Wechsel: Das ist zu beachteten

Strom wird immer teurer. Gerade jetzt zum Jahresende fliegen bei den Stromkunden Preiserhöhungen ins Haus. Die Strompreise erhöhen sich nämlich bei den meisten Anbietern zum 1. Januar 2013. Die Frage, die sich jedes Jahr stellt, ist ob eine Erhöhung akzeptiert werden sollte, oder ob ein Stromanbieter-Wechsel nicht sinnvoller wäre. Mehrere Faktoren spielen bei dieser Entscheidung eine Rolle.

 

Wann ist ein Wechsel sinnvoll?

Ein Wechsel des Stromanbieters ist sinnvoll, wenn abzusehen ist, dass der neue Anbieter über ein Jahr günstiger ist als der Vorherige. Erhöht der neue Anbieter schon nach wenigen Monaten die Preise hat sich der Wechsel womöglich nicht gelohnt und der Aufwand war unnötig. Daher sollte beim Anbieterwechsel darauf geachtet werden, dass der Strompreis für ein Jahr gleichbleibend gestaltet ist. Grundsätzlich lohnt sich ein Stromanbieter-Wechsel sobald es andere seriöse Anbieter auf dem Markt gibt, die zuverlässig günstigeren Strom liefern. Da der Wechsel für Kunden durch kurze Kündigungsfristen in den letzten Jahren einfacher wurde, sollten die Preise regelmäßig verglichen werden. Haushalte können im Jahr beachtliche Summen an Stromkosten einsparen.

 

Die Kündigung

Mittlerweile ist der Stromanbieter-Wechsel bequemer. Es gibt hierfür mehrere Möglichkeiten. Zum einen können Verbraucher die Kündigung selbst vornehmen und diese schriftlich beim bisherigen Stromanbieter entweder per Fax oder Brief einreichen. Zum anderen übernehmen die neuen Stromanbieter häufig diesen Schriftverkehr und erledigen die Kündigung für ihre zukünftigen Kunden. Vorteilhaft bei dieser Möglichkeit ist, dass der Wechsel zum neuen Anbieter automatisch erledigt wird und ein lückenloser Übergang stattfindet.

Viele Anbieter ermöglichen es Kunden mittlerweile die Kündigung im Internet durchzuführen. Diese Kündigungs-Variante ist besonders bequem und zeitsparend. Im Stromliefervertrag sind die Kündigungsfrist und weitere Details zur Kündigung angegeben. Die Kündigungsfrist beträgt in der Regel zwischen einem und drei Monaten.

Empfehlenswert ist, sich vom alten Anbieter eine Kündigungsbestätigung aushändigen zu lassen, die auch das genaue Datum der Leistungseinstellung enthält. Damit kann der neue Anbieter einen nahtlosen Leistungsübergang sicherstellen.

 

Wichtiges bei Kündigungen

Wer den Anbieter wechselt, sollte beim neuen Anbieter höchstens eine Laufzeit von einem Jahr vereinbaren. Bei längeren Vertragslaufzeiten binden sich Verbraucher unnötigerweise zu lang und können bei eventuellen günstigen Angeboten nicht schnell genug reagieren. Auch die Kündigungsfrist sollte beachtet werden, um flexibel zu sein. Ideal sind Fristen von vier Wochen.

Außerdem ist eine Preisgarantie vorteilhaft. Kunden können sich damit darauf verlassen, dass sich der Strompreis für einen bestimmten Zeitraum nicht erhöht. Verbraucher müssen achtsam sein. Denn eine hundertprozentige Preisgarantie gibt es selten. Die Preisgarantie sollte mindestens ein Jahr und auf so viele Preiselemente wie möglich gelten. Oft wird eine Preisgarantie nur auf die Beschaffungs- oder Transportkosten von Strom gewährt. Steuern und Abgaben sind nicht immer garantiert. Das sollte beim Vertragswechsel geprüft werden.

 

Das Sonderkündigungsrecht

Erhöht der Stromanbieter die Preise, kann der Kunde das Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen, das gesetzlich geregelt ist. Bei Preiserhöhungen dürfen Kunden während Vertragsperioden innerhalb einer festgelegten Frist kündigen. Normalerweise geht das nicht, weil eine Mindestvertragslaufzeit vorliegt. Die festgelegte Frist des Sonderkündigungsrechts ist sehr kurz. Kunden müssen schnell reagieren und die Kündigung bestenfalls selbst einreichen, um Zeit zu sparen. Die Kündigungsbestätigung muss dem neuen Anbieter vorgelegt werden.

 

Vorsicht vor unseriösen Anbietern

Angebote mit Versprechungen von Einsparungen mehrerer hundert Euro sollten grundsätzlich kritisch begutachtet werden. Empfehlung: Vertragsdetails genau lesen und Informationen zum Anbieter sammeln.

Sollten Sie dennoch einmal Probleme mit einem Vertragspartner haben, können Sie sich gerne an die Experten der Kanzlei Spies Rechtsanwälte wenden.