Weihnachtsgeschenke-Kauf bei eBay: Das ist bei Widerruf zu beachten

Dieser Artikel wurde am 03.12.2012 verfasst.

Weihnachtsgeschenke-Kauf bei eBay: Das ist bei Widerruf zu beachten

Nur noch wenige Wochen bis Weihnachten und viele Verbraucher sind jetzt schon auf der Suche nach den passenden Weihnachtsgeschenken. Schließlich sollen die Besorgungen nicht in den letzten Tagen vor Heilig Abend gemacht werden, um unnötigen Stress zu vermeiden. Das Internet-Auktionshaus eBay ist für viele Verbraucher eine beliebte Plattform zum Einkaufen. Schließlich gibt es dort alle Arten von Produkten zum Kaufen und oft wird von günstigen Preisen profitiert. Leider kann es beim Einkaufen bei eBay zu Problemen kommen.

 

Unabsichtliche Käufe

Beim Internetauktionshaus eBay können Verbraucher mit einem Klick an einer Auktion teilnehmen. Private und gewerbliche Anbieter verkaufen Ware entweder durch einen Sofortkauf oder als Auktion. Beim Sofortkauf können Verbraucher Ware zu einem Festpreis direkt kaufen. Bei Auktion wird geboten und der Höchstbietende erhält das Produkt.

Beim Bieten bei eBay passiert es immer wieder, dass ein Gebot unüberlegt abgegeben wird. Verbraucher geben ein Gebot ab, obwohl dieses eigentlich zu hoch ist oder das Produkt nicht hundertprozentig zu den Vorstellungen passt. In einigen Fällen bietet anschließend kein anderer mehr und das Produkt geht an den Letztbietenden. Oft kommt die Einsicht erst, wenn der Postbote vor der Tür steht. Privaten Käufern steht in einigen Fällen das Widerrufsrecht zu. Dafür müssen allerdings einige Voraussetzungen gegeben sein.

 

Widerrufsrecht nicht beim Verbrauchsgüterkauf

Das Widerrufsrecht steht nur privaten Personen zu, die Ware bei einem gewerblichen Verkäufer gekauft haben. Beim Verbrauchsgüterkauf dagegen, bei dem Privatpersonen Ware von einem privaten Verkäufer kaufen, gilt dies nicht. Es spielt keine Rolle, ob ein Produkt zu einem Festpreis oder in einer Auktion gekauft wird. Außerdem ist es egal, ob Ware gebraucht oder neuwertig ist. Das Widerrufsrecht besteht.

 

Zeitraum des Widerrufsrechts

Grundsätzlich gilt das Widerrufsrecht für Verbraucher einen Monat. Die Frist beginnt mit dem Tag der Lieferung.

 

Falsche Widerrufsbelehrung

Rechtlich gesehen, beginnt die Frist für den Widerruf erst, wenn der Käufer zur Ware auch eine schriftliche Widerrufsbelehrung erhalten hat. Diese muss in Textform zur Verfügung gestellt werden. Viele gewerbliche Verkäufer machen allerdings bei der Formulierung der Widerrufsbelehrung grobe Fehler.

Ein typischer Fehler ist die Verwendung eines alten Musters. Seit Oktober 2008 müssen neue verbindlich geltende Muster für die Widerrufsbelehrung verwendet werden. Bezeichnet sich der gewerbliche Verkäufer als Privatperson oder fehlt eine optische Hervorhebung der gesamten Belehrung sind das ebenfalls grobe Fehler. Zudem ist eine falsche Fristangabe für den Widerruf fatal. Nur die Angabe von einem Monat ist korrekt und zulässig! Der Verbraucher muss die Widerrufsbelehrung entweder als Schriftstück mit der Ware, oder per Email separat erhalten. Ist dies nicht der Fall, liegt ein Fehler vor. Auch verwirrende Formulierungen und nicht erlaubte Einschränkungen sind nicht korrekt. Macht der Verkäufer bei der Formulierung solche Fehler oder händigt gar keine Belehrung aus, können Verbraucher von einer längeren Widerrufsfrist profitieren.

 

Rechtlicher Beistand von fachkundigen Anwälten in Frankfurt

Ist die Rechtslage bei einem Produktkauf bei eBay unklar, ist die Beratung durch einen fachkundigen Rechtsanwalt empfehlenswert. In vielen Fällen verzichten Verbraucher auf das Widerrufsrecht obwohl es ihnen zusteht. Ein kompetenter Anwalt der Rechtsanwaltskanzlei Spies in Frankfurt mit Spezialisierung auf eBay & Recht steht Verbrauchern zur Verfügung und analysiert den Einzelfall effizient und engagiert.